Die Kinder der 5b merkten schnell, dass Anton anders war als die anderen. Der Junge kam jeden Tag komplett in Grün in die Schule. Grüne Hose, grüner Pulli, grüne Strümpfe, Tag für Tag. Und Anton redete viel, sehr viel. Einmal, in Deutsch, eine ganze Stunde lang über Wespennester.

Anton, dessen Name geändert ist, war das erste Inklusionskind an einem Gymnasium in einer Kleinstadt nahe der Nordsee. Anders als die meisten Gymnasien, die sich der Inklusion, also dem gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern, eher verschließen und höchstens mal einen Rollstuhlfahrer aufnehmen, fand man an dieser Schule, dass Inklusion eine gute Sache sei, und man wollte Anton eine Chance geben.

Doch wie man mit einem Kind umgeht, bei dem atypischer Autismus diagnostiziert worden ist, davon hatten sie wenig Ahnung. Ein Sonderpädagoge hätte das gewusst, aber an der Schule gab es keinen - mangels weiterer Förderkinder. Nur drei sogenannte Schulbegleiter im Wechsel, meist junge Männer

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FOTOS: Joanna Nottebrock/ DER SPIEGEL, DER SPIEGEL, Joanna Nottebrock/ DER SPIEGEL, Joanna Nottebrock/ DER SPIEGEL

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