In das Café Leila in Berkeley – einer seiner Lieblingsplätze – tritt eine raumgreifende Gestalt, Jaron Lanier, 58, einer der bekanntesten Analytiker und Kritiker der Digitalwirtschaft und der Internetkultur. Seine fast hüftlangen Rastalocken hängen von seinem Haupt wie die Fangarme vom Kopf des Tintenfischs. Er ist zu spät gekommen, entschuldigt sich und bestellt einen Bagel mit Frischkäse und Ananas sowie zwei Tassen Kaffee.

SPIEGEL: Herr Lanier, dürfen wir Sie Octopus nennen? Das ist immerhin Ihr offizieller Jobtitel bei Ihrem Arbeitgeber Microsoft.

Lanier: Ha! Wissen Sie auch, wofür er steht?

SPIEGEL: Wir haben es auswendig gelernt: Office of the Chief Technology Officer Prime Unifying Scientist. Auf Deutsch ungefähr: Büro des Cheftechnologen und Universalgelehrten.

Lanier: Klingt gut, nicht wahr? Es war so: Das "Octo" gab es schon, so hieß die Abteilung tatsächlich, als ich dort ankam. Ich sagte, hey, lass uns einen Octopus draus machen! Und habe mir was für die drei fehlenden Buchstaben

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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