Da brennt sie wieder, die US-Flagge, mitten im iranischen Parlament. Das mag in unseren Breiten als jenseits des politisch Akzeptablen angesehen werden, aber möglicherweise vertreten die Abgeordneten, die sie entzündeten, damit mittlerweile mehr Bürger, als es dem Westen lieb ist. Denn auch liberale Iraner sind vor den Kopf gestoßen durch die Aufkündigung des Atomabkommens; die Rede von US-Außenminister Mike Pompeo und dessen Drohungen vom Montag halten sie für maßlos. Sie kommen jetzt nicht umhin zu denken, dass Irans Hardliner wohl recht haben: Man kann den USA einfach nicht trauen. Die Politik von Donald Trump spielt also Irans Falken geradewegs in die Hände und bringt ausgerechnet die natürlichen Verbündeten des Westens auf den Kurs der Radikalen, die für Abschottung und größtmögliche Abkehr vom Westen eintreten.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2018.
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