Der Gezi-Park in Istanbul liegt verlassen in der Abendsonne. Ein Rentner füttert Tauben, Kinder spielen Fangen. Nichts erinnert mehr an die Szenen, die sich hier vor fünf Jahren abgespielt haben: Im Juni 2013 war der Park für einige Wochen lang Schauplatz einer Auseinandersetzung, wie ihn die türkische Republik nie zuvor erlebt hat. Hunderttausende Bürger gingen erst gegen die geGeziplante Bebauung des Parks auf die Straße, doch schnell wurden daraus die größten Proteste gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdoğan, der damals noch Premier war.

Es war nicht nur die Zahl der Teilnehmer, die den Aufstand besonders machte, sondern vor allem sein Charakter. Bei den Gezi-Protesten fanden Menschen zueinander, die sich bis dahin voller Misstrauen gegenüberstanden: Säkulare, Islamisten, Linke, Kurden, Studenten, Arbeiter und Transsexuelle – und alle stritten gemeinsam für die türkische Demokratie.

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