Der Mann, der in den Tagen seit der Wahl zum wichtigsten Politiker seines Landes und zum Schreckgespenst Europas geworden ist, will jetzt ein Staatsmann sein.

Matteo Salvini, 45, Anführer der rechtsnationalen Lega, hat seit Jahren immer wieder angekündigt, dass Italien unter seiner Führung den Euro verlassen werde, zunächst schien sogar die Regierungsbildung daran zu scheitern, dass Salvini einen Finanzminister durchsetzen wollte, der den Euroaustritt befürwortet hatte. Doch nun versucht Salvini alles, um zu belegen, dass er angeblich nichts gegen den Euro habe.

Am Mittwoch fuhr ein Trupp Maler vor dem Hauptsitz der Lega an der Via Bellerio in Mailand vor. Jahrelang prangte dort an einer Mauer riesengroß der Schriftzug "Basta Euro" – Schluss mit dem Euro. Die Maler strichen die Mauer weiß. Als hätte es die Wörter nie gegeben.

"Basta Euro" – wer soll das je gefordert haben? Doch nicht etwa er, Salvini, der über den Euro sagte: "Wir brauchen kein Referendum. Wenn die Lega in die Regierung eintritt,

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
FOTOS: ANTONIO MASIELLO / GETTY IMAGES, GIANMARCO MARAVIGLIA / DER SPIEGEL, CIRO FUSCO / EPA-EFE / REX / SHUTTERSTOCK, FABIO ITRI / DER SPIEGEL, DENIS ALLARD / SIPA / ACTION PRESS, ALESSANDRA BENEDETTI / CORBIS / GETTY IMAGES, FABIO ITRI / DER SPIEGEL

Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!