Schon von Weitem tauchen die Konturen aus dem Gelbgrau der Wüste auf: zerschossene Mauern, Sandsäcke auf löchrigen Dächern, Autowracks. Ein innen blau gekacheltes Haus, von dessen Außenwänden nur noch die Betonpfeiler stehen, sieht aus wie nackt. Inmitten der Ruinen, unversehrt: eine Tankstelle. Ohne Benzin, aber immerhin.

Es ist die letzte Kreuzung vor der Kampfzone. Ihr Name könnte abwegiger kaum sein: al-Gabalija, "die Bergige". Flach zieht sich hier von Norden nach Süden die Ebene der Tihama, ein Hunderte Kilometer langer Streifen entlang des Roten Meeres, bis hin zu den im Dunst schimmernden Bergketten des südwestlichen Jemen. Zerglühtes, vergessenes Land.

Hier verläuft die wichtigste Frontlinie des Krieges. 30 Kilometer weiter gen Norden liegt Hudaida: die einzige Hafenstadt, die sich in den Händen der aufständischen Huthi-Rebellen befindet. Durch Hudaidas Hafen kommen 80 Prozent aller internationalen Hilfslieferungen und zwei Drittel der Nahrungsimporte für den gesamten Jemen. Überlebenswichtige

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 51/2018.
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