Einer der besten Sätze, die mir ein Chefredakteur je gesagt hat, lautet: "Hätte sich keiner über deinen Artikel geärgert, hättest du ihn ja nicht schreiben müssen".

Geärgert hatte sich damals ein Möchtegern-Großjournalist, dem nicht gefiel, was er in meinem Porträt über sich lesen musste. Er beschwerte sich bei meinem Chefredakteur, offensichtlich ohne Erfolg, denn der schilderte mir den Vorgang, zwischen Tür und Angel, dem richtigen Ort, um Dinge ohne Bedeutung zu erzählen. Gerade als ich anfangen wollte mich zu rechtfertigen, winkte mein Chefredakteur ab und sagte mit einem Schulterzucken eben jenen Satz.

Recht hat er. Nur langweiliger Journalismus tut niemandem weh. Langweiligen Journalismus aber braucht niemand. Mit kritischem Journalismus verärgert man allerdings immer irgendjemanden, aber das muss man dann eben aushalten.

Daran dachte ich, als ich in dieser Woche erfuhr, was dem geschätzten Kollegen Daniel Bouhs widerfahren ist. Bouhs ist Medienjournalist, unter anderem arbeitet

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FOTO: , Getty Images / Mihajlo Maricic / EyeEm

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