Kurz vor der Grünen Woche, dem alljährlichen Hochamt der Agrarbranche in Berlin, hat sie es wieder getan.

Am vergangenen Mittwoch ließ Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zunächst Einzelheiten zum geplanten Tierwohllabel verbreiten. "Schweine sollen es besser haben", titelte der "Tagesspiegel" hoffnungsfroh.

Das war genau der Ton, den die Ressortchefin brauchte, als sie wenige Stunden später den Ernährungsreport 2019 vorstellte. Darin steht, dass sich 70 Prozent der Deutschen eine artgerechte Tierhaltung wünschen und mehr als 80 Prozent eine Tierwohlkennzeichnung.

Passt. Die Bürger bestellen, die Ministerin liefert, so sollte es wirken. Julia Klöckner strahlte zufrieden in die Kameras der Bundespressekonferenz. Mit geschickter PR, einem perfekten Timing und der ihr eigenen frisch-fröhlichen Ausstrahlung eines Erntedank-Präsentkorbs war es ihr einmal mehr gelungen, eine Pleite als Erfolg zu verkaufen.

In Wahrheit ist das Gemurkse des Landwirtschaftsministeriums (BMEL) rund um ein

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2019.
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