Die Gäste waren überrascht, wie selbstbewusst die neue Ministerin ihre Linie vertrat. Rund 60 Lobbyisten waren Anfang Mai zum Treffen ins Landwirtschaftsministerium gekommen, um über ein Qualitätssiegel für Fleischprodukte aus artgerechter Haltung zu diskutieren. Allen müsse klar sein, sagte Julia Klöckner lächelnd, dass sie nicht mehr über das Ob dieses Projekts diskutieren wolle, sondern nur über das Wie.

Vor allem die Fleischindustrie hatte lange gegen das "Tierwohl-Label" gekämpft. Als der Vertreter des Bauernverbands einige Ideen vortrug, unter welchen Bedingungen man Fleisch aus dem Ausland in die schlechteste Güteklasse Null einordnen könnte, wurde Klöckner, 45, deutlicher: Das Tierwohl-Label sei kein Instrument zur Protektion der heimischen Fleischindustrie.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!