Jungpolitiker Kühnert: Eine Coolness, die selbst erfahrene Profis neidisch werden lässt
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SPD

Was Kevin Kühnert mit seiner eigenen Partei erlebt

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Der Juso-Chef gilt in der SPD als Heilsbringer. Doch: Ist die Partei überhaupt zu retten? Von Christoph Hickmann

Am Stand der Gewerkschaftsjugend ist nicht viel los an diesem Nachmittag. Drei junge Frauen stehen dort hinter dem üblichen Sortiment an Infobroschüren und warten darauf, jemanden für die Mindestausbildungsvergütung begeistern zu können. Flaute, Langeweile. Dann tritt Kevin Kühnert an den Stand.

"Kevin, ein Foto!", ruft eine.

"Bist du denn schon Mitglied?", fragt eine andere.

Kühnert verneint, eine der Frauen ruft: "Oh, darf ich ihn werben?" Während er den Mitgliedsantrag ausfüllt, erzählt sie, dass Kühnert ein "super Typ" sei, "sympathisch" und "authentisch".

Ob sie selbst denn etwas mit der SPD am Hut habe? "Nö", sagt die junge Frau im St.-Pauli-Shirt.

So läuft es gerade: für Kühnert ziemlich gut, für die SPD ziemlich mies.

"Guck mal, wir haben ein neues Mitglied geworben", ruft die Frau einem Bekannten zu, der gerade vorbeikommt.

Es ist ein heißer Nachmittag im Mai, Juso-Chef Kevin Kühnert besucht den Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes in einem Berliner Konferenzhotel. Endlose

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
FOTOS: CHRISTOPH SOEDER / DPA, GORDON WELTERS / DER SPIEGEL

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