SPIEGEL: Die Nationalelf hatte gegen Weltmeister Frankreich ihr erstes Spiel nach der verkorksten WM. Was trauen Sie dem Team von Joachim Löw noch zu?

Fischer: Einiges, aber nur wenn die Mannschaft wieder mehr Risikobereitschaft zeigt. Löws Ballbesitzfußball hat mich gewaltig genervt. Es ist auch ein Problem, dass wir seit Miroslav Klose keinen Kopfballspieler mehr vorne drin haben. Für den katastrophalen Auftritt bei der WM gibt es aber viele Gründe. Das fängt schon beim Singen der Nationalhymne an. Auch da sollte es meiner Meinung nach eine klare Ansage von oben geben.

SPIEGEL: Bei der WM 1982 in Spanien – Sie waren damals Stürmer im Team von Jupp Derwall – kam es in Sevilla zu einem legendären Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich.

Fischer: Wir lagen in der Verlängerung 1:3 hinten, und es waren nur noch 22 Minuten zu spielen. In so einer Situation ist man eigentlich tot.

SPIEGEL: Karl-Heinz Rummenigge gelang der Anschlusstreffer, und in der 108. Minute trafen Sie zum 3:3-Ausgleich.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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