Der Apfelwickler mag es warm. Milde Abende sind dem Nachtfalter zur Eiablage am liebsten. Im Alten Land bei Hamburg fühlt sich der Schädling deshalb immer wohler.

"In diesem Jahr sind bei uns gleich zwei Generationen von Apfelwicklern eingefallen", sagt Claus Blohm aus Guderhandviertel bei Stade. Äpfel, Birnen und Pflaumen baut der Biobauer an. Seit 1560 stehe seine Familie in den Kirchenbüchern, sagt er, doch der Obstbau sei für ihn inzwischen sehr schwierig geworden.

"Durch den Klimawandel habe ich jetzt schon einen Ernteausfall von 20 bis 30 Prozent", klagt Blohm. Neben dem Apfelwickler, dessen Larven die Früchte befallen, hat der 61-Jährige eine weitere Schuldige dafür ausgemacht.

Sie heißt Angela Merkel, ist Bundeskanzlerin und tut: "nichts".

Blohm zieht gegen die Bundesregierung vor Gericht. Gemeinsam mit zwei weiteren Bauernfamilien und der Umweltorganisation Greenpeace hat er jetzt Klage beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht, um die Einhaltung des Klimaschutzziels für das Jahr

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2018.
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