Marotzke, 58, ist Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und einer der Leitautoren des letzten Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC.

SPIEGEL: Mit dem Pariser Klimaabkommen einigte sich die Staatengemeinschaft darauf, die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Der Weltklimarat IPCC legt dazu einen Sonderbericht vor. Ist dieses Ziel nicht vollkommen unrealistisch?

Marotzke: Es wird zumindest sehr schwer, es zu erreichen. Dafür geht der Ausstoß an Treibhausgasen viel zu langsam zurück, wenn überhaupt. Und wir haben ja jetzt schon eine Erwärmung von einem Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter. Aber es wäre sicher vorstellbar, dass wir die 1,5-Grad-Grenze vorübergehend überschreiten und dann beispielsweise durch das Aufforsten von Wäldern, die der Atmosphäre CO2 entziehen, in späteren Jahren wieder für eine Abkühlung sorgen.

SPIEGEL: Wie viel CO2 darf die Menschheit noch in die Luft pusten, um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen?

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2018.
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