Seegras sieht aus wie Gras. Es ist ein unscheinbares und oft lästiges Gewächs, dessen abgestorbene Blätter ganze Strände verschandeln können. Tatsächlich aber steckt es voller Wunder.

Es sprießt in Form von Unterwasserwiesen in küstennahen Regionen der Welt außer der Antarktis. Jungen Fischen und Krebsen gibt dieses Geflecht Unterschlupf, Schildkröten Nahrung, dem Meeresboden Halt, dem Wasser Sauberkeit und Sauerstoff, den Fischern reiche Fanggründe und der Küste Schutz vor Erosion.

Menschen nutzen die vielseitigen Laubblätter seit Jahrtausenden. Sie stopften damit ihre Matratzen aus, deckten ihre Dächer und sogar ihre Wunden damit ab, sie verfütterten sie an Fische und düngten mit ihnen ihre Felder.

Jetzt sind Forscher einem weiteren, grandiosen Geheimnis der Superwasserpflanze auf der Spur: Sie könnte sogar helfen, die Schicksalsfrage des 21. Jahrhunderts zu lösen. Mit mehr Seegras, so zeigt sich, könnte die Menschheit beträchtliche Mengen des Klimagases Kohlendioxid (CO² ) aus der Atmosphäre

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 3/2019.
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