Als die Polizisten am Dienstag die Wohnung von Sief Allah H. durchsuchten, fanden sie Samen einer Pflanze, die Wunderbaum genannt wird. Und sie fanden Aceton, Kaltkompressen, eine Paste und Mäuse. Wüstenrennmäuse.

Vieles von dem, was die Polizisten in Schutzanzügen in der Wohnung sahen, hatten sie erwartet. Die Ermittler fürchteten, H. stelle in seiner Wohnung Rizin her, ein hochgefährliches Gift. Vielleicht versuche er sogar, daraus zusammen mit einer Bombe eine Biowaffe herzustellen. Die Nagetiere schienen nichts damit zu tun zu haben.

Inzwischen jedoch fragen sich die Ermittler, ob die Mäuse Teil der Tatvorbereitung gewesen sein könnten. Sie versuchten, sich in die Position eines Mannes hineinzudenken, der mit einem der gefährlichsten Giftstoffe der Welt hantiert, in einer Wohnung mit seiner schwangeren Frau und vier Kindern. Deshalb glauben die Ermittler nun, dass die Mäuse eine Art Giftdetektor waren. Zur Sicherheit von Familie H.

Erwiesen ist bislang nur, dass der 29-jährige Tunesier

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
FOTO: BENJAMIN HORN / EIBNER-PRESSEFOTO

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