SPIEGEL: Herr Kuhle, Ihr Parteivorsitzender Christian Lindner sieht die FDP im aktuellen Asylstreit "näher bei der CSU als bei Frau Merkel". Ist das auch Ihre Position?

Kuhle: Einer Partei wie der CSU, die sich mit den Angriffen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán auf die liberale Demokratie gemeinmacht, steht die FDP nicht nahe. Begriffe wie "Asyl-Tourismus" und "Anti-Abschiebe-Industrie" sind keine Vokabeln, die Liberale gutheißen können. Wir haben eine eigenständige Position bei den Themen Flucht und Migration; dazu gehört die Forderung nach einem Einwanderungsgesetz. Genau das wird seit Jahren von CDU und CSU blockiert.

SPIEGEL: Die FDP-Fraktion hat aber vergangene Woche im Bundestag gefordert, registrierten Schutzsuchenden die Einreise an der Grenze zu verweigern. Das ist CSU pur.

Kuhle: Das sehe ich anders. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder behauptet, die Zeit des geordneten Multilateralismus sei vorbei. Die FDP aber fordert in ihrem Antrag ein Nachfolgeabkommen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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