Man kennt das ja: Ist das Konto zufälligerweise mal voll, neigt der Mensch dazu, sein Geld für Dinge auszugeben, die er eigentlich nicht braucht. Und schnell stapelt sich in der Wohnung überflüssiges Zeug.

Krankenkassen sind da nicht besser. Die meisten von ihnen haben durch die gute Konjunktur Überschüsse angehäuft, die sich insgesamt auf fast 20 Milliarden Euro addieren. Eine beträchtliche Summe, die AOK, Barmer, DAK und Co. zu höchst großzügigen Ausgaben verleitet – für freiwillige Zusatzleistungen wie Reiseimpfungen, für Präventionsangebote wie Rückenkurse oder Zuschüsse für Wellnessreisen, mit denen sich auch luxusbewusstere Kunden ködern lassen. Pro Jahr geben die Kassen dafür mehr als eine halbe Milliarde Euro aus.

Und was es da nicht alles gibt. Die AOK etwa stellte Anfang 2015 den "AOK-Führerscheintrainer" als App bereit. Er sollte die zumeist pubertierende Kundschaft "fit für die theoretische Führerscheinprüfung" machen, offizielle Prüfungsfragen inklusive. Ein großzügiges Angebot:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
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