Es war ein Tag im August vorigen Jahres, als Ulrike Korth in einer Kleinstadt mitten in Deutschland jener verhängnisvolle Fehler unterlief. Korth, 57, bemerkte ihre Tat selbst, stand dafür ein, auch juristisch, und möchte sie hier schildern – in der Hoffnung, aufmerksam zu machen auf Missstände, die solche Fehler begünstigen. Sie bittet um Verständnis, dies nicht unter ihrem richtigen Namen tun zu wollen.

An diesem Tag bin ich um 5.30 Uhr auf die Station gekommen. Eigentlich beginnt die Schicht erst um sechs Uhr, aber die Station hat 33 Bewohner, und ohne diese zusätzliche halbe Stunde ist die Arbeit nicht zu schaffen, auch wenn ich diese Extrazeit nicht bezahlt bekomme. Es gibt immer nur eine examinierte Pflegekraft pro Schicht; ich bin eine davon. Ich arbeite Teilzeit und verdiene 1000 Euro netto im Monat.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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