In diesem Sommer feierte Petra Gundlach ihren 57. Geburtstag. Zu Hause in Grabow unweit von Schwerin gab es Kaffee und Kuchen. Ihr Lebensgefährte war da, ihre Tochter, ihre zwei Söhne, ihre Enkelkinder.

Einen Tag später, am 8. Juni, sagte ihr Arzt ihr, dass sie sterben würde. Er könne nichts mehr für sie tun.

Petra Gundlach ist niemand, der sich leicht unterkriegen lässt. "Wer den Kopf in den Sand steckt, der hat schon verloren", sagt sie. "Ich hab schon so oft unten gelegen und bin immer wieder hochgekommen."

Fast 20 Jahre lang schuftete sie in einer Medikamentenfabrik, davor in einer Möbelfabrik und einer Autofabrik. Ihr Ehemann verließ sie, sie fand eine neue Liebe.

Dann kam der Krebs. Bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckten Ärzte Blut im Stuhl. Bei der Darmspiegelung sah sie auf dem Monitor den Darmkrebs, einen kleinen, hellen Knubbel, der aussah wie ein Stück Fett.

Es folgten Operation und Chemotherapie, ein gutes Jahr lang schien sie auf dem Weg der Heilung zu sein. Dann wurden sechs

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 39/2017.
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