SPIEGEL: Forscher diskutieren im Fachblatt "Nature", wie mit sogenannten Embryonenmodellen umzugehen ist. Worum handelt es sich dabei?

Buyx: Dabei werden im Labor embryonenähnliche Strukturen erzeugt, etwa aus Stammzellen. Forscher erhoffen sich davon zum Beispiel neue Erkenntnisse über die frühe menschliche Entwicklung. Das könnte zu einer besseren Behandlung von Unfruchtbarkeit führen. Auch Medikamente lassen sich an solchen Zellgebilden testen. Gleichzeitig jedoch werden diese Strukturen menschlichen Embryonen immer ähnlicher. Damit rückt die Frage näher, ob sie einen eigenen moralischen Status oder sogar denselben Status wie menschliche Embryonen erhalten sollten. Es geht also um die fundamentalen Eigenschaften des Menschseins: Wann ist ein Mensch ein Mensch?

SPIEGEL: Was sagt das deutsche Embryonenschutzgesetz dazu?

Buyx: Das Embryonenschutzgesetz ist fast 30 Jahre alt und kann viele dieser neuartigen Zellgebilde gar nicht erfassen, weil sie anders entstehen und sich oft anders entwickeln

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 51/2018.
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