Als sich Lars Klingbeil am Mittwochmorgen im Berliner Café Einstein eine Portion Rührei bestellt, hat er ziemlich gute Laune. Für einen SPDGeneralsekretär ist das dieser Tage eine beachtliche Leistung, doch Klingbeil hat den Vortag in seinem Wahlkreis in der Lüneburger Heide verbracht. Erst um Mitternacht ist er wieder nach Berlin gekommen.

Was ist das Schöne am Wahlkreis?

"Dass mich da noch Leute mögen."

Klingbeil grinst. Nur ein Scherz. Oder?

"Na ja", sagt Klingbeil. "Natürlich kriege ich da auch ordentlich Feuer für das, was wir hier in Berlin machen." Kurze Pause. "Aber das muss man halt aushalten."

Lars Klingbeil, 40, steht wie kein anderer für den Zustand der SPD, für ihre Zerrissenheit, ihr Dilemma. Vor knapp einem Jahr wurde er zum Generalsekretär gewählt, bei der Bundestagswahl hatte er seinen Wahlkreis mit einem für sozialdemokratische Verhältnisse fast schon märchenhaften Ergebnis von gut 41 Prozent gewonnen, nun sollte er sich um die "Erneuerung" der SPD kümmern. Der Parteichef hieß

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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