Vor der Kamera schwärmte Lawrence L. vom Islam. Dieser sei die wahre, die "finale Religion", das habe er entdeckt. Deswegen sei er konvertiert. Außerdem, sagte der Student aus Köln in einem salafistischen Propagandavideo auf YouTube, sei eine "Moschee ein reiner Ort, ein schöner Ort", ein Ort, an dem man "die Seele freimachen" und mit "den Leuten viel freier reden" könne.

Frei zu reden mit anderen Salafisten – das war für Lawrence L. wichtig. Er arbeitete als V-Mann des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, angesetzt auf die radikalislamische Szene.

Mehr als acht Jahre lang spionierte L. für die Verfassungsschützer der Abteilung 6 des Düsseldorfer Innenministeriums. In den Akten des Dienstes firmiert er unter dem Decknamen "Heino". Zwei seiner wichtigsten Zielpersonen lebten genau wie der berühmte Schlagersänger in Bad Münstereifel: Lawrence L. hatte vor allem Rachid und Khalid B. im Blick, zwei radikale Brüder, die zu den ersten deutschen Dschihadisten gehörten und bereits 2013 nach

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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