Gabriella von Rédey, 61, unterrichtete seit 2007 an elf verschiedenen Schulen in Köln und Umgebung. Nun möchte das Schulamt sie nicht mehr beschäftigen. Der Grund: Rédey habe zu viele befristete Arbeitsverträge bekommen und hätte Anspruch auf eine Entfristung. 

"Die Kinder haben Unterschriften gesammelt. Das ist so niedlich, dass ich ein Tränchen unterdrücken muss. Alle haben ihren Namen in krakeliger Kinderschrift auf das Papier gemalt: Julius, Ben, Adriana, Svea und all die anderen Drittklässler, die ich unterrichtet habe. Darüber, in lila Filzstift-Buchstaben: 'Frau von Rédey muss bleiben'.

Es hilft nichts, ich muss gehen. Die Sommerferien beginnen. Danach werde ich nicht zurückkommen. Für mich ist das nichts Neues, doch die Kinder können das nicht nachvollziehen. Und wenn ich ehrlich bin: Dieses absurde System möchte ich ihnen auch nicht erklären müssen. Ich bin Vertretungslehrerin, eine Art Feuerwehr für Schulen. Meine Kollegen und ich werden immer befristet angestellt. Wir gehen dahin,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2018.
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