"Whisky and Ink" stand über einer achtseitigen Geschichte, die das US-Magazin "Life" 1967 dem schriftstellernden Trunkenbold John Berryman widmete, Whisky und Tinte, und mit diesen beiden Wörtern begann sie auch: "Whisky und Tinte – das sind die Flüssigkeiten, die John Berryman braucht, er braucht sie zum Überleben und um das beschreiben zu können, was ihn von anderen Männern, ja sogar von anderen Dichtern unterscheidet." Es klang, als flösse Tinte statt Blut durch Berrymans Adern und Whisky statt Tinte auf sein Papier. Eine toxische Geschichte.

Die amerikanische Autorin Leslie Jamison, 35, hat nun eine Heilsgeschichte geschrieben, "Die Klarheit", in der sie mit toxischen Geschichten wie dieser ringt: mit dem Mythos des trinkenden Schriftstellers, des dysfunktionalen, düsteren Genies, einem Mythos, der den Alkohol poetisch veredelt und so im schlimmsten Fall abhängig macht, der aber in jedem Fall der Gesundung einer alkoholkranken Schriftstellerin im Wege steht. So alkoholkrank wie Leslie

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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