Direkt hinter dem dunkel verglasten Amtssitz von Premier Fayez Sarraj verputzen Bauarbeiter die Fassade eines vierstöckigen Gebäudes. Hier, an der Sikka-Straße in der Hauptstadt Tripolis, beginnt in diesen Tagen ein erster Versuch der Zusammenarbeit libyscher und internationaler Behörden.

Bis zu 1000 Migranten sollen hier Platz finden, die entweder besonders gute Chancen haben, in Europa Asyl zu erhalten, oder deren Lage besonders verzweifelt ist. "Emergency Transitional Center" (ETC) heißt die Einrichtung, Notfall-Übergangszentrum. Das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR betreibt es, finanziert wird es aber größtenteils von der Europäischen Union. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber es steckt auch Geld aus Deutschland in dem Zentrum; Deutschland ist zweitgrößtes Geberland des UNHCR.

Die neue Einrichtung hat direkt nichts zu tun mit den Asylzentren, die nach dem Willen der EU in Nordafrika aufgebaut werden sollen: Bei ihrem Gipfel im Juni hatten sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt,

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