Im Westen Londons steht ein Haus, das langsam verschwindet. Seit Wochen verpacken Bauarbeiter den verkohlten Betonklotz hinter kreidebleichen Planen. Stockwerk für Stockwerk hangeln sie sich nach oben, ein paar fehlen noch, dann haben sie ihr Werk vollbracht. Es wirkt fast so, als wollten die Regierenden eine 67 Meter hohe weiße Flagge über London hissen.

Vor einem Jahr, am 14. Juni 2017, stand das Haus in Flammen. Im vierten Stock des Grenfell Tower hatte ein Kühlschrank Feuer gefangen, Minuten später loderte der ganze Turm, als hätte ihn jemand mit Benzin übergossen. 72 Menschen starben. Wie es dazu kommen konnte, ist eine Frage, auf deren genaue Antwort man vermutlich noch Jahre wird warten müssen. Gerade erst hat die öffentliche Anhörung zur Grenfell-Katastrophe begonnen. Bereits jetzt aber erzählt das schwarze Gerippe hinter der weißen Wand eine Geschichte von Gier, Ignoranz und politischem Versagen.

Diese Geschichte handelt von einer Bezirksverwaltung, die im Geld schwimmt, aber für

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
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