Mütter sind furchtbar. Sie sind immer da. Am liebsten bei ihren Söhnen und deren Partnerinnen, ob persönlich oder nur als Gefühl im Nacken. Ich habe es geliebt, bemuttert zu werden. Und ich hatte unsägliche Angst, mit dem Stigma "Muttersöhnchen" verhöhnt zu werden. Das Ablösen vom Vater ist schwierig, eine entspannte Distanz zur Mutter nahezu unmöglich. Viermal habe ich diese Phase erlebt, wenn sich der Pubertierende abzugrenzen versucht: bei meinem großen Bruder, bei meinen beiden Söhnen und natürlich bei mir selbst. Das bisweilen brutale, manchmal zynische Abwerten des Weiblichen ist jedes Mal wieder von großer Dramatik. Wie kann ich ausgerechnet jenen Menschen mies behandeln, der mich unter Schmerzen auf die Welt gepresst hat?

Womöglich ist ausgerechnet dieser Geburtsprozess ein Punkt, mit dem ich als Mann nie fertig geworden bin. Schwangerschafts-Yoga hin, PDA her, das Kinderkriegen ist und bleibt ein heroischer Akt, dem ausgerechnet mein Heldengeschlecht weder Symbolisches noch Konkretes

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