Überwachungsbild vor Erfurter Spielothek 2014
MDR
Überwachungsbild vor Erfurter Spielothek 2014

Kriminalität

Wie die armenische Mafia in Deutschland vorgeht

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Armenische Mafiagruppen gelten als besonders brutal. Es ist ihnen gelungen, in Deutschland ein breites Netzwerk aufzubauen. Ihre Kontakte reichen in die Welt des Profiboxens und mutmaßlich in diplomatische Kreise. Von Maik Baumgärtner, Jörg Diehl, Axel Hemmerling, Ludwig Kendzia, Martin Knobbe

Ein Mann schlendert über den Hof einer Spielothek in Erfurt. Er zögert, bevor er sie betritt. Wenige Minuten später rennen zwei andere Männer aus der Spielhalle, offensichtlich in Panik. Einer stolpert über die Stühle im Hof.

Aus Pistolen blitzt Mündungsfeuer, so ist es auf dem Video einer Überwachungskamera zu sehen.

Rund 20-mal wird auf die Männer geschossen, dennoch können beide fliehen, einer wird schwer verletzt, in dieser Nacht im Juli 2014.

Drei Jahre später verurteilt ein Gericht in Erfurt einen Schützen zu einer mehrjährigen Haftstrafe, vier weitere Männer, die das Gericht zur Gruppe der Schützen zählt, erhalten Bewährungsstrafen. Andere, die zugegen waren, sind im Verfahren Zeugen. So auch der Mann, der über den Hof schlenderte und den die Ermittler für einen Boxer aus Berlin halten.

Im Dunkeln bleibt, auch nach der Verhandlung, die Frage nach den Hintergründen. Die Schüsse scheinen der Höhepunkt einer schon länger währenden Auseinandersetzung zweier Clans der armenischen Mafia gewesen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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