Der Gouverneur trägt eine Neun-Millimeter-Pistole am Gürtel, eine beige Uniform mit drei Sternen, er spricht außerdem vier Sprachen: Französisch, Bambara, Songhai und Tamascheq.

Das sind aber auch schon alle Werkzeuge, die Daouda Maïga zur Verfügung stehen, um in der Region Ménaka in Nordmali Frieden zu schaffen und wieder einen Staat aufzubauen. Der Präsident persönlich hat ihn aus der Hauptstadt Bamako über die 1500 Kilometer Sandpiste hierhergeschickt.

Ménaka ist eine von fünf nordmalischen Regionen, in denen sich die seit Jahren anhaltende Krise besonders deutlich zeigt. Theoretisch gebietet Maïga über ein Gebiet von der Größe Österreichs. Doch in seiner Region ist keine Straße asphaltiert, es gibt weder fließend Wasser noch Strom. Die Süd-Nord-Schmuggelroute für Migranten, Waffen und Kokain führt direkt an Ménaka vorbei. Bewaffnete Banden, Islamisten, Stammesmilizen und Banditen führen hier Kleinkriege und terrorisieren die Bevölkerung. In der Nähe sind zwar Uno-Blauhelme stationiert,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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