Am Dienstag hatte Angela Merkel zwei Männer zu Gast im Kanzleramt, die von ihr etwas erwarteten, was sie sonst tunlichst vermeidet: Sie sollte sich festlegen.

Manfred Weber, CSU-Vize und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament, hatte um das Treffen gebeten. Zur Verstärkung hatte er den Chef des konservativen Parteienbündnisses mitgebracht, den Franzosen Joseph Daul.

Weber wollte von Merkel grünes Licht für sein Vorhaben, als Spitzenkandidat der EVP bei der Europawahl im nächsten Frühjahr anzutreten. Er erwägt, seine Kandidatur in den nächsten ein bis zwei Wochen in der Brüsseler Parlamentsfraktion zu verkünden. So hat er es Parteifreunden im kleinen Kreis erzählt.

Doch es ging um mehr als nur die Spitzenkandidatur. Die beiden Männer erhofften sich von Merkel die Zusicherung, dass sich die Kanzlerin nach der Europawahl dafür einsetzen wird, dass Weber zum Kommissionspräsidenten aufsteigt – vorausgesetzt, die EVP wird stärkste Fraktion im Parlament. Es ist ein Mechanismus,

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