Um zwei Uhr nachts bestiegen die neunjährige Margarete Steiff und ihre Mutter, die Handwerksmeister-Frau Maria Steiff, in Giengen an der Brenz den Pferdeomnibus. Mit dem Wagen holperten sie stundenlang bis zur nächsten Bahnstation, von dort ging es mit der Eisenbahn nach Ludwigsburg, wo die beiden um die Mittagszeit ankamen.

Mühsam war die Reise nicht nur wegen ihrer Dauer. Die kleine Margarete, die alle nur "das Gretle" nannten, war gelähmt, nur die linke Hand konnte das Kind bewegen und - unter Schmerzen - ein bisschen die rechte. Vom Ludwigsburger Arzt August Hermann Werner hatten Gretles Eltern Wunderdinge gehört. Er verordnete Margarete schmerzhafte Operationen und monatelange Kuraufenthalte. Doch alles blieb ohne Wirkung: Als "ungeheilt" wurde sie schließlich aus der Behandlung entlassen.

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