Wenn die Stahlwerke nicht wären mit ihrem beißenden Rauch, dann könnte man in Mariupol das Meer riechen. Von den Sandstränden der Stadt geht der Blick über das erste dünne Eis nach Süden – dorthin, wo alle Schiffe herkommen, zur Straße von Kertsch.

Aber es kommen derzeit kaum Schiffe. Der Hafen von Mariupol, der die Stadt groß gemacht hat und ohne den sie weder Stahlwerke hätte noch eine halbe Million Einwohner, ist fast leer. Seit Russland die Meerenge von Kertsch mit einer Brücke überspannt hat, um die annektierte Halbinsel Krim mit dem russischen Festland zu verbinden, kommen große Schiffe nicht mehr durch.

Und seit die Russen Ende November auch noch das Feuer auf ukrainische Patrouillenboote eröffnet haben, die nach Mariupol wollten, ist klar, dass sie die Stadt jederzeit ganz von den Weltmeeren abschneiden können. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat deshalb sogar das Kriegsrecht ausgerufen. Aber was soll das bringen? Und haben die Menschen in Mariupol wirklich Angst vor einer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 50/2018.
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