Bei einem Beruferaten wäre er ein schwieriger Kandidat, dieser schweigsame junge Mann. Typ Fahrradkurier. Er könnte auch als Aktivist für Tierrechte durchgehen. Oder als Cellist in einem Streichquartett.

In Wahrheit durchmisst Peter Scholze, 30, die entlegensten Sphären der Zahlentheorie. Er ist Mathematiker, und sein Zuhause sind Geistesgebilde, die er selbst erdacht hat. Scholze nennt sie "perfektoide Räume", die Fachwelt bewundert ihn für sein Werk.

Das ist ziemlich hohe Mathematik. Das Publikum hört davon selten - und wenn, dann sind es eher Geschichten von weltvergessenen Käuzen, die über obskuren Gleichungen brüten und ihre Fingernägel nicht schneiden.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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