SPIEGEL: Herr Minister, Kanzlerin Merkel möchte in Italien registrierte Asylbewerber von Deutschland aus zurückschicken. Einverstanden?

Salvini: Frau Merkel hat gesagt, dass man Italien nicht alleinlassen dürfe, nun sollten Fakten folgen. Wir liegen an zweiter Stelle hinter Deutschland, was die Aufnahme von Flüchtlingen betrifft. Mehr als 140.000 alte Asylverfahren sind bei uns aufgelaufen, wir können keinen Einzigen mehr aufnehmen. Im Gegenteil: Wir wollen ein paar abgeben.

SPIEGEL: Mit dieser Haltung könnten Sie zu einem Ende der Ära Merkel beitragen.

Salvini: Wir brauchen verlässliche Gesprächspartner in Deutschland. Ich persönlich wünsche mir dort keine Krise und keinen Sturz der Regierung. Auch wenn unsere politischen Ansätze nicht nur in Flüchtlingsfragen weit voneinander entfernt sind. Sie sind es ebenso in der Wirtschaftspolitik, bei der Bankenreform, beim deutschen Außenhandelsüberschuss.

SPIEGEL: Haben Sie einen direkten Zugang zur Kanzlerin?

Salvini: Nein, die Ehre hatte ich noch

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
FOTO: Karl Mancini / Der Spiegel

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