Am 10. Juni 2015 besuchte Ursula von der Leyen den Verteidigungsausschuss, um die Abgeordneten über ein Rüstungsprojekt der Superlative zu informieren: das Mehrzweckkampfschiff "MKS 180". "In der Luft, über und unter Wasser" könne das neue Schiff Ziele bekämpfen, sagte die Verteidigungsministerin. Und für Spezialkräfte sei natürlich auch noch Platz an Bord.

Dann ergriff Staatssekretärin Katrin Suder das Wort. Das "MKS 180" sei eines der "Topprojekte" des Hauses. In schönstem Beraterdeutsch skizzierte sie, wie sie das Projekt steuern wolle: Eine neuartige "Programmorganisation" solle sicherstellen, dass die neuen Schiffe auch wirklich rechtzeitig auslaufen können.

Für genau solche Projekte hatte von der Leyen die Unternehmensberaterin ins Verteidigungsministerium (BMVg) geholt. Suder kam von McKinsey und sollte dafür sorgen, dass die Skandale um überteuertes und verspätetes Kriegsgerät aufhören. Der Einsatz von Consultants spielte bei der "Agenda Rüstung", wie das Modernisierungsprogramm heißt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 46/2018.
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