Die Reflexe von "Bild"-Kritikern zu bedienen, ist im Grunde einfach. Bewusst wurde mir das nach einem Interview, das das NDR-Medienmagazin "Zapp" vor einiger Zeit mit mir führte. Es ging um Julian Reichelts Beförderung zum alleinigen "Bild"-Chefredakteur. Die sollte ich bewerten. Ein Satz schaffte es mühelos in die Sendung. Darin sagte ich voraus, unter Reichelt werde "Bild" sicherlich aggressiver werden und ganz bestimmt wieder mehr Kampagnen fahren. Ein anderer Satz wurde nicht gesendet. Darin ging es um die Feststellung, dass eine Boulevardzeitung wie "Bild" nun einmal weder optisch noch politisch noch anderweitig so zurückhaltend und seriös auftreten dürfe wie eine "FAZ" oder eine "Süddeutsche Zeitung". "FAZ" und "Süddeutsche" gebe es schließlich schon, während "Bild" dann nicht mehr wäre, was sie ist: Boulevard, also laut, aggressiv und plakativ.

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