Wie viele Zeitungen veröffentlichte auch die, für die ich früher arbeitete, regelmäßig zur Weihnachts- und Urlaubszeit eine Seite mit persönlichen Buchempfehlungen von Redakteuren. Wir gingen zu Recht davon aus, dass die Leser das mochten. Eines Tages kam einer aus der kaufmännischen Abteilung unseres Verlags in die Konferenz und bat uns, doch künftig anzukündigen, wann wir die Seite veröffentlichen, ebenso, welche Bücher wir empfehlen werden. Das Kulturkaufhaus Dussmann wüsste das nämlich gern vorher.

Wie bitte? Das geht die gar nichts an, empörten wir uns. Soweit kommt’s noch, dass die uns in unsere Auswahl reinreden! Für uns war klar: Da wollte ein Anzeigenkunde Einfluss nehmen, und das auch noch in bestem Einvernehmen mit dem Verlag.

Nein, beschwichtigte uns der Verlagsmann, es sei nur so, dass die von der Redaktion empfohlenen Bücher immer schnell ausverkauft seien. Wüsste Dussmann vorher, was die Redaktion empfiehlt, könnte auf Vorrat bestellt werden. So aber müssten die kaufwilligen

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