Natürlich lässt sich ein Medienunternehmen auch rein nach Renditegesichtspunkten führen. Das ist weder neu, noch lässt sich dagegen etwas einwenden, zumal nicht bei einem börsennotierten Medienunternehmen, das sich mehr seinen Aktionären als seinen Nutzern verpflichtet fühlt.

Unverfroren finde ich, ein börsennotiertes Medienunternehmen bloß nach Renditegesichtspunkten zu führen und trotzdem so zu tun, als sei dies ein Akt des Gemeinwohls, für den sich die Gesellschaft nicht nur dankbar zu erweisen habe, sondern sogar finanziell erkenntlich. Das jedenfalls ist der Standpunkt von ProSiebenSat.1.

Vielleicht war das Interview vor einem Jahr bewusst im Juli platziert, in einer Zeit, in der auch solche Themen Beachtung finden, die unter normalen Umständen chancenlos wären. Das für die Lobbyarbeit von ProSiebenSat.1 zuständige Vorstandsmitglied Conrad Albert forderte in dem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" weitgehend unwidersprochen öffentliche Mittel für die Programme

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