SPIEGEL: Herr Peterhaensel, ein Blick in die Kamera soll unsere politische Gesinnung offenbaren. Es handelt sich um eine Kunstaktion: Ob man wie ein SPD- oder AfD-Wähler aussieht – generieren Sie das Ergebnis zufällig? Oder steckt eine ernstgemeinte Absicht dahinter?

Peterhaensel: Ich arbeite mit den gleichen Methoden, die die Psychologen und Psychometriker Michal Kosinski und Yilun Wang 2017 in Stanford verwendet haben. Sie lasen anhand von Bildern aus dem Internet und mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) die sexuelle Orientierung der Abgebildeten aus.

SPIEGEL: Der Computer berechnete, ob jemand homo- oder heterosexuell ist. Die KI war mit einer Trefferquote von bis zu 81 Prozent dabei besser als der Mensch. Das schien zu beweisen, dass die sexuelle Orientierung eines Menschen im Gesicht eingeschrieben ist. Ein umstrittenes Projekt.

Peterhaensel: Zurecht umstritten. Ich wende deshalb diese Methode auf die politische Gesinnung an. Ich verschneide wissenschaftliche und künstlerische Verfahrensweisen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
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