In einem unauffälligen Gebäude des Verfassungsschutzes, in einer stillen Straße Magdeburgs, am Ende eines Gangs, der mit geräuschschluckendem Gummi ausgelegt ist, befindet sich eine Akte über eine junge Frau aus Halle.

Name: Melanie Schmitz.
Alter: 24 Jahre.
Beruf: Studentin der Kommunikationswissenschaften.
Verdacht: rechtsextrem.

Melanie Schmitz betreibt auf dem Fotoportal Instagram einen Account, dort nennt sie sich "rebellanie" und postet Fotos von Avocados und von sich im T-Shirt mit Leopardenmuster. Bei YouTube bestückt sie einen Kanal unter dem Namen "MademoiselleEnvie", in ihren Videos spielt sie Gitarre und singt. Auf Facebook ist ein Foto, das Schmitz mit verschränkten Armen zeigt, darunter steht: "Melanie, 24, kämpft für unser Recht auf Identität."

Recht auf Identität. Das klingt harmlos, jedenfalls nicht nach rechtsextrem.

Melanie Schmitz gehört zu einer Gruppe, die sich "Identitäre Bewegung" nennt. Deshalb beobachtet sie der Verfassungsschutz. Die Gruppe benimmt sich anders als alles,

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