Mesut Özil lehnt sich am vergangenen Montag an das Geländer eines Trainingsplatzes in Singapur und dehnt lässig seine Armmuskeln. Er hat zwei Stecker in den Ohren, er trägt ein blaues Muskelshirt und lächelt freundlich in die Kamera.

Özil hatte nach der WM einen Urlaub auf der griechischen Insel Santorin verbracht und ist nun bei Arsenal London in die Vorbereitung für die neue Saison eingestiegen.

Er scheint mit sich im Reinen. Nichts an seinem entspannten Auftreten deutet darauf hin, dass er wenige Stunden zuvor mit einer Erklärung über seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft Deutschland in zwei Lager geteilt hat: in Özil-Hasser wie Uli Hoeneß, den Präsidenten des FC Bayern München, der seine Freude kundtut, dass "dieser Spuk" endlich vorbei sei. Und in Özil-Versteher wie die Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD), die seine Demission "als Alarmzeichen" für das ganze Land sieht, weil sich ein großer deutscher Fußballer hier nicht mehr wohlfühle.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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