Chodorkowski, 55, ist Wladimir Putins prominentester Gegner im Exil. Der Milliardär kam 2003 in Haft, nachdem er in Konflikt mit dem russischen Präsidenten gekommen war. Zehn Jahre verbrachte er in Gefangenschaft. Seit seiner Begnadigung versucht er, mit der Bewegung Offenes Russland demokratische Politik in seiner Heimat zu fördern. Er lebt in London.

SPIEGEL: Herr Chodorkowski, in Russland wird die Fußballweltmeisterschaft ausgetragen; zugleich steht der Kreml in der Kritik – wegen seines Vorgehens in der Ukraine und in Syrien und wegen Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land. Sollen westliche Politiker zu den Spielen fahren?

Chodorkowski: Die Weltmeisterschaft ist wichtig für den Kreml: Wladimir Putin will den Russen und der Welt zeigen, dass man geachtet und nicht isoliert ist. Aber sie ist auch wichtig für Millionen Russen, die Fußball lieben. Deshalb ist es sehr gut, dass es zu keinem Boykott gekommen ist. Nur: Die Fans, die zur WM anreisen, sind bei den Russen zu Gast. Aber die

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 27/2018.
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