Derzeit leben in Deutschland rund 230.000 Migranten, die nach Auffassung der Behörden eigentlich nicht hier sein dürften. Sie besitzen weder ein Arbeitsvisum, noch gelten sie als politisch verfolgt oder kommen aus einem Bürgerkriegsland. Darunter sind auch viele Afrikaner, die vor Perspektivlosigkeit und Armut geflüchtet sind und auf eine Chance hoffen, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen – und das schon seit Jahren. Sie sind ausreisepflichtig und bleiben trotzdem. Gründe dafür gibt es viele. 

Die meisten besitzen eine Duldung, das bedeutet, dass der Staat vorübergehend auf eine Abschiebung verzichtet, etwa weil jemand schwer krank ist oder ihm Gefahr im Herkunftsland droht. Auch für die Dauer einer Ausbildung kann der Staat in bestimmten Fällen Migranten dulden. Bei vielen aber ist unklar, wer sie überhaupt sind und aus welchem Land sie stammen. Auch dann ist eine Abschiebung kaum möglich. Häufig weigern sich auch die Herkunftsländer, die Menschen zurückzunehmen.

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