Deutschland gut, Italien schlecht, diese Geschichte wissen die beiden jungen Afrikaner in vielen Varianten zu erzählen. Schlecht sei es auf dem Mailänder Bahnhofsvorplatz gewesen, wo sie bettelnd gesessen hätten. Schlecht sei es, dass sie in Italien keine Schule hätten besuchen dürfen, dass das Geschwür in Josephs Gesicht sechs Monate lang unbehandelt vor sich hin gewuchert habe.

Gut zu ihnen sei hingegen die Heimleiterin in der Unterkunft für unbegleitete Minderjährige in Deutschland gewesen, sie nennen sie Mama. Gut seien auch die Pflaster auf Josephs Wange. "Operation", sagt Joseph. Emmanuel, sein Begleiter, erzählt von Herzmedikamenten, die ihm ein deutscher Arzt verschrieben habe.

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FOTOS: REUTERS, RNTEN/ APA/ dpa, Bartholomäus von Laffert/ DER SPIEGEL, Bartholomäus von Laffert/ DER SPIEGEL

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