Ralf Grünke, 46, ist Sprecher der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er ist es gewohnt, Vorurteile über seine Glaubensgemeinschaft korrigieren zu müssen, die gemeinhin als Mormonen bezeichnet wird - was das erste Vorurteil ist. 

SPIEGEL: Herr Grünke, wie geht es denn Ihren Ehefrauen?

Grünke: Ich bin seit einem knappen Vierteljahrhundert mit einer Ehefrau verheiratet. Die Mehrehe ist schon seit 1890 nicht mehr Bestandteil unserer Praxis. Heute wäre sie ein Ausschlussgrund.

SPIEGEL: Eine andere Sache, die man mit Ihrer Kirche verbindet, ist der Name Mormonen. Aber den schaffen Sie nun ab. Warum das denn?

Grünke: Ja, wir verabschieden uns von diesem Namen. Wir haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder versucht, uns mit diesem Spitznamen, der anfangs ein Spottname war, zu arrangieren. Gleichzeitig betonten wir aber auch immer, dass unser offizieller Name ein anderer ist, nämlich Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Das war uns wichtig und ist es uns heute mehr denn je, weil daraus unser christliches Selbstverständnis spricht. Wir können aber nicht erwarten, dass andere uns bei unserem richtigen Namen nennen, wenn wir es selbst nicht tun.

SPIEGEL: Worauf bezieht sich der Name der Kirche eigentlich? Er klingt beinahe apokalyptisch.

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