Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2018

Bergman ist Chefkorrespondent für Militär- und Geheimdienstthemen bei der israelischen Tageszeitung "Yedioth Ahronoth". Er studierte Jura, arbeitete für den israelischen Generalstaatsanwalt und promovierte in Geschichte an der Universität Cambridge mit einer Arbeit über den Mossad.
JÖRG MÜLLER / DER SPIEGEL

Bergman ist Chefkorrespondent für Militär- und Geheimdienstthemen bei der israelischen Tageszeitung "Yedioth Ahronoth". Er studierte Jura, arbeitete für den israelischen Generalstaatsanwalt und promovierte in Geschichte an der Universität Cambridge mit einer Arbeit über den Mossad.

SPIEGEL: Herr Bergman, in Ihrem Buch über die israelischen Geheimdienste beschreiben Sie deren gezielte Tötungsaktionen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren. Wie viele Menschen wurden umgebracht?

Bergman: Alles in allem reden wir über mindestens 3000, darunter nicht nur die Zielpersonen, sondern auch viele Unschuldige, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Allein während der zweiten Intifada gab es Tage, an denen in der Befehlszentrale vier bis fünf "gezielte Tötungen" angeordnet wurden, in der Regel gegen Hamas-Aktivisten.

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