Waring, 76, ist Dozentin an der Universität Birmingham und Mitglied eines Komitees, das die britische Regierung zur Krebsgefahr von Umweltstoffen berät.

SPIEGEL: Die Umwelt ist voller Plastikmüll, gerade die Menge an Mikroplastik erscheint besorgniserregend. Ist Plastik eine Gefahr für die Gesundheit?

Waring: Das ist zumindest möglich, denn es gibt ein Kernproblem: Plastik wird so gut wie nicht biologisch abgebaut, sondern zerfällt in immer kleinere Stücke. Diese können eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen werden. Was dann im Körper mit den Partikeln geschieht, weiß bislang niemand, aber bei einigen Meerestieren reichern sich solche Partikel im Gehirn, in der Leber oder in anderen Geweben an. Das könnte ein Problem sein.

SPIEGEL: Woher kommen die winzigen Plastikpartikel?

Waring: Es gibt viele Quellen: größere Plastikteile, die langsam zerbröseln; den Abrieb von Reifen; Mikroperlen aus Kosmetika; synthetische Fasern aus Kleidung. Durch eine einzige Waschmaschinenladung mit Polyesterkleidung

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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