Für Susanne Sippl, 34, war zu Hause zu bleiben nie eine Option. "Wir sind ein kleines Unternehmen mit 15 Mitarbeitern", sagt die Chefin des Sanitätshauses Sippl in Neumarkt in der Oberpfalz, "das kann man nicht lange führungslos lassen."

Also saß Sippl acht Wochen nach der Geburt ihrer Tochter wieder am Schreibtisch, während erst ihr Mann und später die Großeltern die Kinderbetreuung übernahmen. Schnell musste Sippl feststellen, dass Kunden und Freunde das längst nicht so normal fanden wie sie selbst. "Die Kinder brauchten einfach die Mama, war so ein Spruch, der immer wieder fiel", sagt sie. "Jeder Pups und jeder Schreier meiner Tochter wurden mir angekreidet. Alles war in den Augen der anderen unserer Situation geschuldet."

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!