Es gibt Kriminalfälle, die mit der Zeit immer mysteriöser werden. An einem Junitag des Jahres 1904 machte der Torfstecher Hilbrand Gringhuis eine gruselige Entdeckung. Im Bourtanger Moor nahe dem niederländischen Weerdinge stieß er auf zwei Moorleichen: ein Paar, zwei gut erkennbare Körper, die Haut lederartig gegerbt.

Ein anrührender Anblick. Es sah so aus, als hätte er im Augenblick des Todes seinen Arm um sie gelegt.

Handelte es sich bei dem Paar um Opfer eines Verbrechens, das vor nicht allzu langer Zeit geschehen war? Gringhuis übergab den Fund der Polizei. "Bei dem Körper des Mannes fällt auf der linken Seite, etwas unterhalb des Herzens, eine kleine Öffnung auf, wo die Eingeweide heraustreten", hieß es schließlich in dem Untersuchungsbericht. "Man könnte hier auf eine Stichwunde schließen." Später landete das "Ehepaar von Weerdinge" im Museum und lockte Tausende Besucher an.

Mehr als hundert Jahre nach ihrer Entdeckung sind die beiden Moorleichen von kommender Woche an wieder zu bestaunen,

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