Monatelang habe ich mit meinem Team die Landung der "InSight"-Mission auf dem Mars vorbereitet, aber im entscheidenden Moment konnte ich nichts tun. Die letzten Minuten, wir nennen sie „die sieben Minuten des Schreckens“, musste "InSight" ganz allein schaffen. Denn Signale brauchen länger als sieben Minuten, um vom Mars zur Erde zu kommen – ich konnte die Landung also nur im Nachhinein verfolgen. Ein Jahr lang habe ich als Systemingenieur bei der Nasa an dem "InSight"-Projekt gearbeitet. Doch am Ende zählten nur diese sieben Minuten der Landung. Sie waren für den Erfolg der Mission entscheidend: Die "InSight"-Sonde trat in die Atmosphäre ein, bremste stark ab und erhitzte sich dabei extrem. Dann wurde der Fallschirm aufgespannt und das Hitzeschutzschild abgeworfen. Ich stand im Kontrollraum und zitterte. Zu dem Zeitpunkt war ich seit fast zehn Stunden bei der Arbeit, meine Schicht hatte um zwei Uhr morgens begonnen. Richtig gut geschlafen hatte ich schon seit einem Monat nicht mehr. In

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 50/2018.
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